Ayurveda: Bewährte Tradition

Die Lehre von dem, was das Leben zusammenhält

 

 

Veda: Wissen, Kenntnis

Ayus: Langlebigkeit (sowohl im Sinne der Lebensspanne als auch der Lebensqualität)

 

„Ein Mensch wird gesund genannt, dessen Physiologie im Gleichgewicht ist, dessen […] Stoffwechsel gut arbeitet […] und dessen Seele, Geist und Sinne sich im Zustand dauerhaften, inneren Glücks befinden.“

Sushruta Samhita, 15.41

 

Im Unterschied zum Begriff „Aroga“ (Abwesenheit von Krankheit), was unserem westlichen Verständnis von Gesundsein nahekommt, zieht man im Ayurveda „Svastha“ vor, was soviel bedeutet wie „im Selbst verweilen“.

 

Wir sind gesund, wenn wir in uns selbst verweilen wollen und können.

 

Ayurveda ist die traditionelle Medizin des indischen Subkontinents, deren Wurzeln Jahrtausende zurückreichen. Es ist die älteste überlieferte Medizin der Welt, die (z. B. auf Sri Lanka) ohne Unterbrechung angewendet und bis heute praktiziert wird, während sie in Indien unter britischer Herrschaft mehr als ein Jahrhundert lang verboten war.

 

Anders als die Naturheilkunde, die eine Sammlung von Verfahren ohne eine ordnende Systematik ist, deckt der Ayurveda nahezu alle medizinischen Fakultäten ab (z. B. Innere Medizin, Kinderheilkunde, Chirurgie, Psychologie ...)

 

Traditionell war er die Medizin der armen Leute, deren Ärzte ihre Patienten oft nur einen symbolischen Betrag bezahlen ließen oder augenzwinkernd Lebensmittel als Bezahlung entgegennahmen.

 

Mit Hilfe des Ayurveda werden sowohl alltägliche Unpässlichkeiten als auch ernsthafte medizinische Probleme erfolgreich behandelt. Seine eigentliche Stärke liegt jedoch in seiner Präventivkraft:

Da er Maßnahmen der Lebensgestaltung aufzeigt, die am Klienten orientiert, ganzheitlich gedacht und nachhaltig anwendbar sind, kann er dazu beitragen, die Lebenskraft auch in der zweiten Lebensphase zu erhalten, zu stärken oder wieder herzustellen.

 

Die Ernährung hat daran oft den größten Anteil.